Junge Union kritisiert Ausschluss von Bundeswehr durch Fasia-Jansen-Gesamtschule

Als „äußerst befremdlich“ bezeichnet Johannes Thielen die Entscheidung der Fasia-Jansen-Gesamtschule, Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr nicht bei der schuleigenen Berufsmesse zuzulassen. „Die Bundeswehr unseres Landes ist eine demokratisch legitimierte Parlamentsarmee mit zahlreichen für unsere Gesellschaft enorm bedeutungsvollen Aufgaben. Ihre Vertreterinnen und Vertreter aus der Schule zu verbannen, zeugt davon, dass hier ein Schulleiter im öffentlichen Dienst seinen privaten ideologischen Vorstellungen eindeutig zu viel Gewicht beimisst“, so der Vorsitzende der Oberhausener Jungen Union (JU) und Jurist.

Schärfer im Tonfall reagiert Kevin Sebastian Wilms von der JU: „Diese Respektlosigkeit gegenüber unseren Soldatinnen und Soldaten empfinde ich ebenso als Frechheit, wie Flüchtlinge mit Kriegserfahrung zur Begründung für das Aussperren unserer Bundeswehr heranzuziehen. Deutschland gewährt Zuflucht und kann das auch, weil Deutschland ein starker Rechtsstaat ist, auf dessen Institutionen wir stolz sein sollten.“

Der Mitgliederbeauftragte der Oberhausener CDU lobt dagegen die Schulleitung der Anne-Frank-Realschule, die sich der Bundeswehr auch mit dem Argument nicht verschließt, dass es sich bei dieser „um einen Ausbildungsbetrieb“ handelt: „Die Bundeswehr ist einer der größten Arbeitgeber Deutschlands und bietet jungen Menschen zahlreiche Chancen, sehr unterschiedliche Berufe auf hohem Niveau zu erlernen. Verantwortlich verhält sich eine Schule, wenn sie nicht versucht, ihren Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeiten zu verschließen.“

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